DSGVO & Sicherheit

Ein Hauptkritikpunkt an WhatsApp, ist die Tatsache, dass jedem User immer Deine persönliche Handynummer angezeigt wird. Jemand läd dich zu einer Gruppe ein und sofort können wildfremde Personen Deine Handynummer lesen. 
Aus diesem Grund gibt es bereits Mitglieder, die nicht mehr in der WA-Gruppe sind, da sie ihre Nummer privat halten wollen. Dies verstößt auch gegen die DSGVO.

Weitere Punkte zur Sicherheit findet ihr hier:

WhatsApp = Facebook

WhatsApp gehört seit zwei Jahren zu Facebook, lief bislang aber weitestgehend autonom. WhatsApp sendet die Telefonnummern der Nutzer (und Verbindungsdaten) an das soziale Netzwerk (facebook). Damit soll dann auch personalisierte Werbung ermöglicht werden, die dann innerhalb eurer Chatfenster angezeigt werden.
Anscheinend hat Facebook die Pläne (Werbung in WhatsApp) vorerst verworfen da es sehr viel Kritik dafür gab, wie lange das so bleibt weiß keiner.
Jedoch:
„Zukünftig werden wir Anzeigen im WhatsApp-Status, bei dem es sich um unser Stories-Feature handelt, schalten. Wir halten das für eine geeignete Position für Werbung innerhalb von WhatsApp.“ (zumindest im Status soll sie also doch kommen.

Das Facebook nicht gerade sorgsam mit unseren Daten umgeht ist bekannt – und auch wenn es sicherlich auch weiterhin der absolute Platzhirsch bleiben wird und niemand darauf verzichten kann, gibt es bessere Alternativen, die nicht von Mega-Konzernen wie Facebook betrieben werden.

Telegram zeigt immer N(ick)namen an

Bei Telegram wird deinem gegenüber deine Nummer nur angezeigt, wenn er dich auch in seinen Kontakten gespeichert hat – ansonsten erscheinst du immer mit deinem selbst gewählten Namen oder auch Nicknamen. In den Sicherheitseinstellungen kannst du auch definieren, dass niemand deine Nummer sieht.

End-to-End Verschlüsselung und Geheimer Chat

WhatsApp bietet offiziell eine End-to-End Verschlüsselung bei jeder Kommunikation an (auch in Gruppen) – bei Telegram werden auch alle Nachrichten verschlüsselt, allerdings nicht End-to-End, da Telegram ein cloud-basiertes System ist.

Die Server sind weltweit verteilt, was es Organisationen und Staaten sehr schwer machen soll auf Daten zuzugreifen. Laut dem Erfinder Pawel Durow, wurden noch nie Daten an Dritte weitergegeben. Der aus Russland stammende Programmierer wurde von der russischen Regierung aufgefordert einen Zugang für die Regierung zu ermöglichen. Dies hat er abgelehnt und musste daraufhin Russland verlassen und hat die Server Struktur deshalb über den gesamten Erdball verteilt.

Solltet ihr wirklich „geheime“ Dinge besprechen müssen, bietet Telegram aber einen sogenannten „Geheimen Chat“ an – hier habt ihr dann auch eine End-to-End Verschlüsselung – die Daten werden nur auf dem benutzten Endgerät gesichert (geht dann nicht über die Cloud und ihr könnt sogar einen Selbstzerstörungs-Timer einschalten, der Nachrichten und Bilder etc. nach einer bestimmten Zeit (z.b. 8 Sekunden) sofort wieder zerstört.

Für unsere Kommunikation im Verein sehen wir hier eh kein Problem und empfinden ein unabhängiges, weltweit verteiltes System, das verspricht nie Werbung zu schalten, für sicherer als ein Mega-Konzern wie facebook – der trotz Verschlüsselung auf jeden Fall die Metadaten (wer, spricht wann, mit wem) über ihre zentralen Server auswertet.

Der Vorteil der cloud-basierten Verarbeitung: Ich könnt Telegram parallel auf beliebigen Endgeräten nutzen (Android, IOS (auch iPad), Windows, Linux, Mac etc.).
Ihr bekommt für alle Plattformen eine eigenständige App. Selbst wenn man eine Nummer geschäftlich auf Android und eine Nummer privat auf iOS hat – kann man diese über eine App nutzen und klar zwischen Geschäft und privat trennen.

Weitere Sicherheits-Features von Telegram
  • Die gesamte App kann per PIN-Code und Face-ID gesichert werden, so dass auch jemand der Dein Handy entsperrt in die Finger bekommt, nicht auf Telegram zugreifen kann.
  • In den Sicherheitseinstellungen kann man festlegen, dass niemand dich einfach zu einer Gruppe hinzufügt.
  • Gruppen können komplett stumm geschaltet werden – oder du bekommst eine Benachrichtigung nur, wenn jemand dich erwähnt oder auf deine Nachricht antwortet.